BMF-Schreiben

Bewertung von Sachbezügen nach § 8 Absatz 2 Satz 1 EStG

Mit BMF-Schreiben v. 11.2.2021 hat die Finanzverwaltung auf die aktuelle Rechtsprechung des BFH reagiert und das BMF-Schreiben v. 16.5.2013 – IV C 5 – S 2334/07/0011, BStBl. I 2013, 729 zum Verhältnis von § 8 Abs. 2 und Absatz 3 EStG bei der Bewertung von Sachbezügen entsprechend aktualisiert.

BMF-Schreiben v. 11.2.2021 - IV C 5 - S 2334/19/10024 :003, DOK 2021/0103951

EStG § 8 Abs. 2

Der BFH hat zur Bewertung von Sachbezügen nach § 8 Absatz 2 Satz 1EStG mit Urteil vom 7. 7. 2020 - VI R 14/18 u.a. entschieden, dass ein Sachbezug grundsätzlich auch anhand der Kosten des Arbeitgebers bemessen werden kann, wenn eine Ware oder Dienstleistung an Endverbraucher in der Regel nicht vertrieben wird.

Die Finanzverwaltung folgt dieser zur amtlichen Veröffentlichung vorgesehenen Entscheidung des BFH und hat das BMF-Schreiben v. 16.5.2013 – IV C 5 – S 2334/07/0011, BStBl. I 2013, 729 um folgende Rz. 4a ergänzt:

„Wird die konkrete Ware oder Dienstleistung nicht zu vergleichbaren Bedingungen an Endverbraucher am Markt angeboten, kann der Sachbezug in Höhe der entsprechenden Aufwendungen des Arbeitgebers einschließlich Umsatzsteuer und sämtlicher Nebenkosten angesetzt werden (BFH v 7. 7. 2020 - VI R 14/18). R 8.1 Absatz 2 Satz 3 LStR ist nicht anzuwenden.“

Die Änderung ist in allen offenen Fällen anzuwenden.



Verlag Dr. Otto Schmidt vom 18.02.2021 18:28
Quelle: BMF online

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